Jugendberufsfeuerwehrtag 2016

24h Berufsfeuerwehrtag

der Jugendgruppen aus Zell im Fichtelgebirge und Sparneck

„24 Stunden Berufsfeuerwehrdienst“, hieß es für die Jugendgruppen der Freiwilligen Feuerwehren Zell und Sparneck zu meistern.

Am Samstagnachmittag (22. Juli 2016) um 14 Uhr ging es los. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Kommandanten Marco Becher und dem Jugendwart Tobias Sauermann, wurde der Schichtplan für die Fahrzeuge Sparneck 42/1 und Zell 43/1 bekannt gegeben.

Nachdem eine kurze Einweisung in die Gerätschaften der beiden Fahrzeuge erfolgte, wurde gegen 15:10 das Zeller Löschfahrzeug zum ersten Einsatz alarmiert. Eine Katze musste per Steckleiter von einem Baum gerettet werden. Keine 5 Minuten später ging wieder der Alarm. Dieses mal musste das Sparneck 42/1 zu einem Mülltonnenbrand ausrücken. Die Jugendlichen hatten das Feuer jedoch schnell mit Hilfe des Schnellangriffs gelöscht.

Da die Umstellung auf Digitalfunk immer näher rückt, stand um 16:30 ein Unterricht über dieses Thema auf dem Dienstplan, welches Kreisbrandmeister Wolfgang Bessert den Jugendlichen näher brachte.

Kaum war der Unterricht vorbei wurden die beiden Fahrzeuge zu einem Werkstattbrand alarmiert. Vor Ort erfuhren die Jugendlichen, dass noch eine Person in der vernebelten Werkstatt vermisst wird. Während ein Löschangriff von einem Hydranten aufgebaut wurde, gingen zwei Trupps mit Atemschutz vor, um die Person zu finden. Dies stellte sich ganz schön schwierig heraus, da die Sicht in der Werkstatt gleich Null war. Erst mit Hilfe der Wärmebildkamera wurde der Verletzte dann doch gefunden.

Zurück in der Feuerwehr konnten sich die Jugendlichen erst einmal ausruhen und stärken. Es gab selbst gemachte Pizza zum Abendessen.

Um halb neun wurde es wieder heiß. Der Alarm ging und die Durchsage lautete „Verkehrsunfall mit Pkw, eine Person eingeklemmt“!

Am Unfallort angekommen, wurde schnell klar, dass kein Zugang zum Verletzten möglich war. Die Jugendlichen setzten mit Hilfe eines Erwachsenen den Rettungssatz ein und konnten die Person aus dem Auto retten.

Nach dem Einsatz war Bettruhe angesagt. Diese wurde aber nach einer Ankündigung eines Rettungshubschraubers wieder unterbrochen. Es musste ein Landeplatz ausgeleuchtet werden. Da der Hubschrauber wegen des schlechten Wetters doch nicht landen konnte, war der Einsatz rasch beendet und so fanden die Jugendlichen auch schnell den Weg zurück ins Bett!

Unsanft wurden die jungen Feuerwehranwärter um 6:30 Uhr aus dem Schlaf gerissen, um eine verschüttete Person unter einer Steinplatte zu retten. Fast schon routiniert wurde der Rettungsspreizer eingesetzt und die Person befreit.

Im Gerätehaus zurück trafen sich alle zu einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend war eine Ausbildungseinheit über den Rettungsknoten angesetzt, welche aber wieder wegen eines Einsatzes unterbrochen wurde!

Dieser Einsatz sollte noch einmal ein besonderes Highlight sein. Schon bei der Anfahrt sah man schwarzen Rauch aufsteigen und am Einsatzort angekommen stand ein Pkw im Vollbrand! Es musste schnell gehandelt werden. Darum wurde von beiden Einsatzfahrzeugen der Schnellangriff eingesetzt. Doch die 1200 Liter Wasser reichten nicht um wirklich sicherzustellen, dass alle Glutnester erwischt wurden. Weshalb noch eine Förderleitung von einem Hydranten erforderlich war.

Wieder zurück vom Einsatz stand aufräumen und Bettenabbau auf dem Dienstplan.

Soweit erledigt, meldete sich schon wieder die Leitstelle. Eine Person sei in einem Waldstück vermisst. Am Einsatzort angekommen bildeten die Jugendlichen eine Menschenkette und durchsuchten systematisch das Gebiet. Der Vermisste konnte schnell gefunden werden und wurde mit einer Trage aus dem Wald gebracht und dem Rettungsdienst übergeben.

Pünktlich zum Mittagessen waren die jungen Einsatzkräfte zurück im Gerätehaus und konnten sich mit leckeren Spagetti Bolognese stärken.

Weil anschließend die Einsatzfahrzeuge geputzt wurden, ging jeder Jugendliche davon aus, dass kein Einsatz mehr bevor stand. Doch zu früh gefreut. Der Alarm ertönte und die Putzarbeiten mussten unterbrochen werden. Diesmal hieß die Meldung „BMA-Alarm bei der Firma Foliotec“. Doch auf dem Weg zum Firmengelände wurde wegen eines Fehlalarmes der Einsatz abgebrochen.

Nun konnten endlich gemeinsam die Fahrzeuge fertig gereinigt und das Gerätehaus aufgeräumt werden. Zum Schluss wurde noch ein Bild mit der gesamten Mannschaft und den beiden Einsatzfahrzeugen gemacht. Noch ein paar Dankesworte an alle Mitorganisatoren, Helfer und natürlich an unsere Jugendlichen für die gelungenen 24 Stunden durften natürlich auch nicht fehlen!

Text und Bilder: FF Sparneck